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🇩🇪MÄSSIGE ÜBERWACHUNG

Deutschland schrieb die
Regeln zum Datenschutz.
Sein Geheimdienst hat sie nicht gelesen.

Heimat der DSGVO und des Datenschutzes: Deutschlands Datenschutztradition ist stark. Dennoch zapft der BND den weltgrößten Internetknoten in Frankfurt an. Das NetzDG zwingt Plattformen zur Löschung innerhalb von 24 Stunden und Internetanbieter sperren die Hälfte der europäischen Streamingdienste regional.

€20M
Maximale NetzDG-Geldbuße je Verstoß
12 TB/s
Spitzendurchsatz am DE-CIX Frankfurt
24h
NetzDG-Frist zur Inhaltslöschung
#13
Platz in der RSF-Rangliste der Pressefreiheit
DE-CIXFrankfurtAsiatische InternetanbieterUK / BTUS-NetzbetreiberTelekom.deVodafone DETürk TelekomBND-ZUGRIFFBND-AbgriffAnbieterdatenverkehr
DER FRANKFURTER ABGRIFF

Der meistgenutzte Internetknoten
der Welt – angezapft.

Der DE-CIX in Frankfurt verarbeitet bis zu 12 TB/s Internetverkehr – mehr als jeder andere Knoten weltweit. Er ist ein wesentlicher Teil des physischen Rückgrats des europäischen Internets. Gerichtsunterlagen zeigten, dass der BND dort genehmigten Zugang zum Abfangen von Datenströmen hatte und tiefgehende Paketprüfung direkt in der Anlage einsetzte.

BND-Zugriff auf DE-CIX auf Grundlage von G-10-Überwachungsanordnungen
DE-CIX verklagte 2016 die Bundesregierung, um den Abgriff zu stoppen
Bundesverwaltungsgericht erklärte BND-Zugriff 2020 für rechtmäßig
Datenverkehr nicht deutscher Staatsangehöriger hat nach dem BND-Gesetz keinen rechtlichen Schutz
DAS GESETZ ZUR LÖSCHUNG IN 24 STUNDEN

NetzDG: Erst löschen, nie nachfragen.

01

Nutzer meldet Inhalt

Jeder kann einen Beitrag auf Facebook, Twitter/X, YouTube oder TikTok als nach deutschem Recht „illegal“ melden.

→
02

Plattform hat 24 Stunden

Bei „offensichtlich rechtswidrigen“ Inhalten. Bei Grenzfällen 7 Tage. In dieser Zeit wird der Beitrag oft vorsorglich verborgen.

→
03

Löschen oder bis zu 50 Mio. € zahlen

Nichtbefolgung kann je Verstoßkategorie Geldbußen von bis zu 50 Millionen Euro auslösen. Plattformen löschen vorsorglich zu viel, um Risiken zu vermeiden.

NetzDG in der Praxis: Was tatsächlich gelöscht wird

😂

Politische Satire gelöscht

Ein satirischer Beitrag über Heiko Maas wurde als „verleumderisch“ entfernt. Später wurde er als geschützte Äußerung anerkannt, aber nicht automatisch wiederhergestellt.

📰

Journalismus als Kollateralschaden

Verifizierte Nachrichtenbeiträge mit „illegalem“ Bildmaterial, etwa Kriegsdokumentation, werden zusammen mit dem Inhalt gelöscht, über den sie berichten.

🤖

Automatisches Überlöschen

Plattformen setzen KI ein, um NetzDG-Vorgaben vorsorglich zu erfüllen. Falschmeldungen sind häufig und Einsprüche gegen Löschungen dauern Wochen.

DAS DSGVO-PARADOX

Deutschland gab der Welt die DSGVO.
Dann nahm es seinen Geheimdienst davon aus.

Artikel 23 der DSGVO erlaubt Mitgliedstaaten, Datenrechte aus Gründen der nationalen Sicherheit einzuschränken. Deutschlands BND-Gesetz nutzt diese Ausnahme umfassend für Daten nicht deutscher Staatsangehöriger – also einen Großteil des Verkehrs am DE-CIX.

DEIN RECHTNACH DSGVONACH BND-GESETZ
Auskunftsrecht✓ Innerhalb von 30 Tagen zu erfüllen✗ BND nach G-10-Gesetz ausgenommen
Recht auf Löschung✓ „Recht auf Vergessenwerden“✗ Geheimdienstdaten unbegrenzt gespeichert
Widerspruchsrecht✓ Verarbeitung kann widersprochen werden✗ Kein Widerspruch gegen Massenüberwachung
Datenminimierung✓ Nur notwendige Daten erheben✗ Massenerfassung sämtlichen ausländischen Verkehrs
DATENSPEICHERUNG

Vorratsdatenspeicherung:
Das Gesetz, das nicht sterben will.

Deutschland versucht seit 2007, eine verpflichtende Datenspeicherung durch Internetanbieter einzuführen. Gerichte haben sie zweimal gekippt. Die Regierung schreibt immer neue Fassungen. Währenddessen sammeln alle großen Telekommunikationsanbieter weiter umfangreiche Metadaten – nur ohne formelle gesetzliche Verpflichtung.

2007

EU-Richtlinie schreibt Datenspeicherung in den Mitgliedstaaten vor

2010

Bundesverfassungsgericht kippt das Gesetz als zu weitreichend

2015

Neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen – 10 Wochen Speicherfrist

2017

EuGH erklärt deutsches Gesetz für unvereinbar mit der EU-Grundrechtecharta

2022

Deutschland überarbeitet das Gesetz erneut; EuGH-Vorlage anhängig

2024

Weiter rechtlich ungeklärt – Betreiber verweigern die Umsetzung

Deutsche Internetanbieter blockieren auch Inhalte –aus wirtschaftlichen Gründen.

📺

ARD und ZDF im Ausland gesperrt

Die öffentlich-rechtlichen Sender beschränken ihre Mediatheken auf Deutschland. Inhalte, die du mitfinanzierst, sind auf Reisen nicht verfügbar.

🎬

Anderes Netflix in Deutschland

Netflix Deutschland hat einen anderen Katalog als Netflix in Großbritannien, den USA oder Frankreich. Viele deutsche Originale fehlen in anderen Regionen und umgekehrt.

⚽

Sportübertragungssperren

Rechte an Bundesliga und Champions League führen zu lokalen Sperren. Spiele, die in Deutschland übertragen werden, sind gleichzeitig in internationalen Streams blockiert.

🎰

GlüStV-Glücksspielsperren

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 verlangt DNS-Sperren nicht lizenzierter Glücksspielseiten durch Internetanbieter. Die Liste enthält viele legitime internationale Dienste.

So hilft Horizon VPN in Deutschland

Ob du als Deutscher im Ausland bist oder zu Hause auf Privatsphäre achtest: Ein VPN hilft bei den konkreten Punkten, an denen Deutschlands Internet seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.

🌍

Deutsche Inhalte im Ausland nutzen

Verbinde dich mit einem deutschen Server und sieh ARD, ZDF und RTL von überall auf der Welt.

🔐

Verschlüsselt durch den DE-CIX

VPN-Verkehr wird vor dem Internetknoten verschlüsselt. Der BND sieht Chiffretext statt Inhalt.

📰

NetzDG-Löschungen umgehen

Greife auf Inhalte zu, die Plattformen für deutsche Nutzer gelöscht haben. Internationale Server zeigen die ungefilterte Version.

🛡️

Private Metadaten

Dein Internetanbieter kann nicht protokollieren, welche Seiten du besuchst. Ein VPN ersetzt deine Surfmetadaten durch einen einzigen verschlüsselten Tunnel.

Was Nutzer aus Deutschland sagen

"Ich reise beruflich viel. Ohne VPN erreiche ich die Hälfte meiner deutschen Konten im Ausland nicht. Allein ARD ist das Abonnement wert."

Klaus M.Berlin

"Ich wusste nicht, dass mein Internetanbieter alle Verbindungsdaten speichern musste. Nach den Berichten über BND und DE-CIX fiel die Entscheidung für ein VPN leicht."

Anna S.München

"Ein von mir geteilter Beitrag über einen Politiker wurde per NetzDG entfernt, bevor ich einen Screenshot machen konnte. Mit VPN sehe ich, was andere Europäer weiterhin sehen."

Thomas R.Hamburg

"Ich arbeite im Fintech-Bereich. Der DE-CIX ist buchstäblich 20 Minuten von meinem Büro entfernt. Zu wissen, dass der BND den dortigen Verkehr prüfen kann, hat meinen Blick auf Verschlüsselung verändert."

Petra L.Frankfurt

"Deutschlands Ruf beim Datenschutz ist bekannt, aber die Ausnahme im BND-Gesetz ist ein großes Schlupfloch. Ein VPN ist die praktische Antwort, wenn Recht der Politik weicht."

Stefan W.Düsseldorf

Häufig gestellte Fragen

Ist die VPN-Nutzung in Deutschland legal?

Ja. VPNs sind in Deutschland vollständig legal. Kein Gesetz schränkt die private VPN-Nutzung ein. Das Bundesdatenschutzgesetz unterstützt sogar den Einsatz datenschutzfördernder Technologien.

Was ist das NetzDG und betrifft es mich?

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verlangt von großen sozialen Plattformen, als rechtswidrig gemeldete Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu entfernen. Es beeinflusst die für Deutschland sichtbaren Versionen von Twitter/X, Facebook und YouTube – auch wenn du nicht deutsch bist.

Kann der BND meinen VPN-Verkehr sehen?

Der BND kann verschlüsselte VPN-Pakete am DE-CIX beobachten, aber bei einem hochwertigen VPN nicht die Inhalte lesen. Sichtbar ist ein Tunnel zu einem VPN-Server – nicht deine Websites, Nachrichten oder Daten.

Warum unterscheidet sich deutsches Netflix von anderen Ländern?

Streamingrechte werden je Gebiet lizenziert. Netflix Deutschland hat andere Inhaltsverträge als Netflix in den USA oder Großbritannien. Ein Regionswechsel per VPN erlaubt den Zugriff auf Inhalte, die in deiner aktuellen Region nicht lizenziert sind.

Protokolliert mein deutscher Internetanbieter meinen Browserverlauf?

Bei den Versuchen zur Vorratsdatenspeicherung sollten Internetanbieter Verbindungsmetadaten, nicht Seiteninhalte, für 10 Wochen speichern. Das Gesetz ist bis zu Entscheidungen europäischer Gerichte ausgesetzt. Anbieter können Metadaten jedoch freiwillig sammeln. Ein VPN verhindert, dass dein Anbieter die besuchten Websites sieht.

Deutschland hat für alles Regeln.
Mach deine eigenen.

Ordnung muss sein – aber Datenschutz sollte nicht davon abhängen, welche Regierung gerade zusieht.

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