Bewertung von Datenschutz und Infrastruktur

HorizonVPN Prüfbericht zu Datenschutz und Infrastruktur 2024

Diese Bewertung untersucht Datenschutz, Sicherheit, Betriebskontrollen, Protokollierungsverfahren, Infrastrukturdesign, Datenverarbeitung und Sicherheitsarchitektur von HorizonVPN.

Prüfung der Protokollierung

BESTANDEN

Datenschutzrisiko

GERING

Rechtsstandort

BVI

01

Zusammenfassung

Prüfergebnis

BESTANDEN

Diese Bewertung wurde durchgeführt, um die auf der HorizonVPN-Plattform umgesetzten Datenschutz-, Sicherheits- und Betriebskontrollen zu prüfen.

Im Mittelpunkt standen Datenverarbeitungsverfahren, Protokollierungsrichtlinien, Infrastrukturarchitektur, Verschlüsselungsmechanismen und rechtliche Rahmenbedingungen. Besonders berücksichtigt wurden das erklärte Datenschutzversprechen des Unternehmens, der Betrieb ohne Protokolle und das speicherbasierte Infrastrukturdesign.

Die untersuchten Systeme, Verfahren und die technische Architektur zeigen einen datenschutzorientierten Ansatz von HorizonVPN, der die Erhebung, Aufbewahrung und Offenlegung von Nutzerinformationen minimieren soll.

Die Bewertung fand keine Hinweise auf Systeme, die gezielt zum Erheben, Speichern oder Aufbewahren von Browseraktivitäten, Verbindungsmetadaten, DNS-Anfragen oder anderen identifizierbaren VPN-Nutzungsdaten entwickelt wurden.

02

Unternehmensüberblick

HorizonVPN ist ein Dienst für virtuelle private Netzwerke von Horizon Trading Solutions Ltd., einem auf den Britischen Jungferninseln registrierten Unternehmen.

Das Unternehmen erklärt Datenschutz zu einem zentralen Betriebsprinzip. Infrastrukturentscheidungen sollen die Datenerhebung überall dort minimieren, wo dies technisch möglich ist.

  • Personenbezogene Informationen online schützen
  • Internetkommunikation absichern
  • Über verschlüsselte Verbindungen auf das Internet zugreifen
  • Überwachung und Tracking verringern
  • Privatsphäre in öffentlichen Netzwerken verbessern

03

Prüfung des Rechtsstandorts

Prüfergebnis

BESTANDEN

Horizon Trading Solutions Ltd. unterliegt dem Rechtsrahmen der Britischen Jungferninseln.

Die Britischen Jungferninseln bieten ein datenschutzorientiertes regulatorisches Umfeld und gehören den Nachrichtendienstaustausch-Allianzen Five Eyes, Nine Eyes und Fourteen Eyes nicht an.

Zum Prüfzeitpunkt wurden keine gesetzlichen Pflichten festgestellt, die VPN-Anbieter zur Aufbewahrung von Browserverläufen, Verkehrsdaten, VPN-Sitzungsprotokollen, DNS-Aktivitätsdaten oder Verbindungsmetadaten verpflichten.

Dieser Rechtsstandort gilt allgemein als günstig für Organisationen, die datenschutzorientierte Internetdienste betreiben möchten.

04

Bewertung der No-Logs-Richtlinie

Richtlinienprüfung und Betriebskontrollen

Prüfergebnis

BESTANDEN

HorizonVPN erklärt öffentlich, nach einer No-Logs-Richtlinie zu arbeiten.

Die untersuchte Architektur deutet darauf hin, dass der Dienst weder Browserverläufe, DNS-Anfragen, Sitzungszeitpunkte, Verbindungsdauer, Verkehrsziele, Quell-IP-Adressen, zugewiesene VPN-IP-Adressen, Verkehrsinhalte noch Netzwerkaktivitätsdaten erheben oder aufbewahren soll.

Die Infrastruktur wurde auf Mechanismen untersucht, die eine nachträgliche Rekonstruktion von Nutzeraktivitäten ermöglichen würden. Es wurden keine Hinweise auf Systeme gefunden, die gezielt VPN-Nutzungsdaten oder Informationen zu Nutzeraktivitäten speichern.

Das untersuchte Betriebsdesign begrenzt die Entstehung und Aufbewahrung von Informationen, mit denen Internetaktivitäten eines Nutzers seinem Konto zugeordnet werden könnten.

05

Infrastrukturarchitektur im Arbeitsspeicher

Prüfergebnis

BESTANDEN

HorizonVPN verwendet ein Infrastrukturmodell, das flüchtigen Arbeitsspeicher (RAM) möglichst umfassend nutzen und die dauerhafte Speicherung von Betriebsdaten minimieren soll.

Verbindungszustände, Routing-Informationen und vorübergehende Sitzungsinformationen werden nach Möglichkeit im Arbeitsspeicher verarbeitet und sollen nicht auf Langzeitspeicher geschrieben werden.

Bei der Prüfung wurden keine Architekturkomponenten festgestellt, die vorübergehende VPN-Sitzungsinformationen gezielt länger als betrieblich notwendig speichern.

  • Geringeres forensisches Offenlegungsrisiko
  • Keine dauerhafte Speicherung historischer Sitzungsdaten
  • Geringeres Risiko bei kompromittierten Speichern
  • Automatische Vernichtung vorübergehender Betriebsdaten nach einem Systemneustart

06

Prüfung von Datenerhebung und Aufbewahrung

Prüfergebnis

BESTANDEN

HorizonVPN kann begrenzte kontobezogene Informationen verarbeiten, die für die Dienstfunktion erforderlich sind. Dazu zählen Kontokennungen, Abonnementstatus, Informationen zu Nutzungsberechtigungen und Abrechnungsreferenzen.

Die untersuchte Architektur scheint nicht darauf ausgelegt zu sein, besuchte Websites, Onlineaktivitäten, App-Nutzungsverläufe, DNS-Abfragen, Sitzungsverläufe oder Verkehrsziele zu erheben oder aufzubewahren.

Es wurden keine Hinweise auf die Speicherung von Browseraktivitäten der Nutzer gefunden.

07

Sicherheits- und Verschlüsselungsarchitektur

Prüfergebnis

BESTANDEN

HorizonVPN verwendet eigene Netzwerktechnologien und Transportmechanismen, die von Horizon Trading Solutions Ltd. entwickelt und gepflegt werden.

Die untersuchte Transportarchitektur setzt moderne kryptografische Verfahren ein, die Vertraulichkeit und Integrität der Nutzerkommunikation schützen sollen.

Bei der Bewertung wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt.

  • Horizon Secure Tunnel(TM)
  • Horizon Adaptive Routing(TM)
  • Horizon Stealth Connect(TM)
  • Horizon Dynamic Transport(TM)
  • Horizon MultiPath(TM)

08

Sicherheitskontrollen der Infrastruktur

Prüfergebnis

BESTANDEN

Die Bewertung untersuchte die in der HorizonVPN-Umgebung umgesetzten Sicherheitskontrollen.

Diese Kontrollen tragen dazu bei, die Wahrscheinlichkeit unbefugten Zugriffs zu verringern und sichere Betriebsverfahren zu unterstützen.

  • Verschlüsselte Kommunikationskanäle
  • Segmentierung der Infrastruktur
  • Mechanismen zur Zugriffskontrolle
  • Automatisierte Zertifikatsverwaltung
  • Sichere Bereitstellungsverfahren
  • Containerbasierte Dienstarchitektur
  • Verfahren zur Infrastrukturhärtung
  • Kontrollen der Konfigurationsverwaltung

Bewertung des Datenschutzrisikos

KategorieErgebnis
Protokollierung von NutzeraktivitätenBESTANDEN
Überwachung des DatenverkehrsBESTANDEN
Aufbewahrung von VerbindungsmetadatenBESTANDEN
Aufbewahrung von DNS-AktivitätenBESTANDEN
Dauerhafte Speicherung von SitzungsdatenBESTANDEN
InfrastruktursicherheitBESTANDEN
VerschlüsselungskontrollenBESTANDEN
Rechtlicher Schutz der Privatsphäre am StandortBESTANDEN

Gesamtrisikobewertung

GERING

Die untersuchte Architektur zeigt aufgrund der folgenden Kombination ein geringes Datenschutzrisiko:

  • Betriebsdesign ohne Aktivitätsprotokolle
  • Infrastrukturverfahren im Arbeitsspeicher
  • Begrenzte Datenerhebung
  • Starke Verschlüsselungskontrollen
  • Datenschutzorientierter Rechtsstandort

Feststellungen

Feststellung 1: Minimale Datenerhebung

Die Dienstarchitektur zeigt ein deutliches Bestreben, nur die für den Betrieb erforderlichen Informationen zu erheben.

Risiko
Gering
Status
Zufriedenstellend

Feststellung 2: No-Logs-Design

Die untersuchten Systeme scheinen nicht darauf ausgelegt zu sein, Informationen zu Nutzeraktivitäten oder VPN-Sitzungsverläufe aufzubewahren.

Risiko
Gering
Status
Zufriedenstellend

Feststellung 3: Verarbeitung im Arbeitsspeicher

Der betriebliche Einsatz flüchtigen Arbeitsspeichers verringert die dauerhafte Speicherung vorübergehender nutzerbezogener Daten erheblich.

Risiko
Gering
Status
Zufriedenstellend

Feststellung 4: Sicherheitskontrollen

Die Infrastrukturkontrollen scheinen den branchenüblichen Erwartungen an datenschutzorientierte VPN-Anbieter zu entsprechen.

Risiko
Gering
Status
Zufriedenstellend

Fazit

Die in dieser Bewertung untersuchte Architektur, die Verfahren und Betriebskontrollen zeigen bei HorizonVPN eine datenschutzorientierte Gestaltungsphilosophie mit dem Ziel, Datenerhebung und Offenlegungsrisiken für Nutzer zu minimieren.

Die Umsetzung einer No-Logs-Richtlinie in Verbindung mit Infrastrukturverfahren im Arbeitsspeicher, eigenen verschlüsselten Transporttechnologien und dem Rechtsstandort Britische Jungferninseln schafft eine starke Grundlage zum Schutz der Privatsphäre.

Es wurden keine Hinweise auf eine gezielte Erhebung oder Aufbewahrung von Browseraktivitäten, Verbindungsdaten, DNS-Verläufen, Verkehrszielen oder anderen VPN-Nutzungsprotokollen festgestellt.

Zum Prüfzeitpunkt wurden die Datenschutz- und Infrastrukturkontrollen von HorizonVPN als mit den erklärten Datenschutzzielen vereinbar bewertet.